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7. Gedenktag des Genozids an den Jesiden
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Heute jährt sich der Genozid an dem jesidischen Volk zum siebten Mal. Das Massaker des Islamischen Staats an Tausenden Kindern, Frauen und Männern im Sindschar-Gebirge, das am 3. August 2014 begann, leitete die systematische Vernichtung jesidischen Lebens im 21. Jahrhundert ein. Insgesamt wurden mehr als zehn Tausend Jesidinnen und Jesiden getötet und mindestens ebenso viele verschleppt, versklavt und verkauft. AGBU Germany gedenkt heute der Opfer des Genozids an den Jesiden von 2014.

Düsseldorf – August 3, 2021

AGBU Germany-Vizepräsident Ohanes Altunkaya hat auf Einladung des Zentralrats der Êziden in Deutschland (ZÊD) an der zentralen Gedenkveranstaltung in der Johanneskirche in Düsseldorf teilgenommen:

„Aufgrund der weiterhin bestehenden Bedrohungslage und des Hasses gegenüber der ezidischen sowie armenischen Gemeinschaften ist es wichtig einen solchen Tag zu begehen, zu erinnern und vor allem einzufordern. Einzufordern, dass die Weltgemeinschaft ihre Augen nicht wieder vor Rassismus und Verbrechen gegen die Menschheit wie Völkermord verschließt und präventiv aktiv wird und nicht nur auf Gedenkreden seine Verbundenheit zu den Opfern mitteilt. Dazu gehört es auch Genozide und rassistische Angriffe und Morde zu verurteilen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, um damit weitere Verbrechen gegen die Menschheit früh zu begegnen und zu verhindern.“

Bis heute warten jesidische Frauen und ihre Kinder auf Gerechtigkeit und Rückkehr in ihre Heimat oder ein neues Leben in der Diaspora. Sie sind gezwungen in Ländern wie Deutschland mit ihren einstigen Peinigern zu leben, die ebenso als Flüchtlinge eingewandert sind.

AGBU Germany-Präsident Georgi Ambarzumjan: „Als deutsch-armenische Organisation möchten wir unseren jesidischen Brüdern und Schwestern Mut und Kraft geben, für Gerechtigkeit zu kämpfen und stehen bereit, sie auf diesem Weg zu unterstützen. Ein jesidisches Gebet besagt, dass Gott zuvörderst alle Völker schützen solle, bevor er die Jesiden beschütze. Ein Volk, das trotz der unzähligen Vernichtungsversuche gegen sich, ein solches Narrativ pflegt, verdient den bedingungslosen Schutz aller Völker. Als der türkisch-aserbaidschanische Angriff auf die armenische Republik Arzach im Herbst 2020 begann, waren es auch mutige jesidische Männer, die ihren armenischen Brüdern halfen, die Menschen und das Land zu verteidigen. Wir Armenier sind ihnen, wie bereits nach dem ersten Krieg in Berg-Karabach, dankbar für ihren Einsatz und das Opfer, das sie für die Freiheit der armenischen Staaten gegeben haben.“

Das jesidische Volk ist weiterhin bedroht und verdient internationale Unterstützung. Wir möchten alle aufrufen unsere Partnerin und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal und ihre Organisation „HAWAR.help“ zu unterstützen und ihren Dokumentarfilm „JIYAN – Die vergessenen Opfer des IS“ zu schauen. Wir möchten auch unseren Partnerorganisationen Eziden Weltweit e.V. sowie Zentralrat der Êziden in Deutschland unsere Anteilnahme an dem heutigen Gedenktag aussprechen und ihnen unsere Solidarität und Zusammenarbeit zusagen. Wir möchten auf die Völkermord-Überlebende Nadia Murad und ihre Organisation „Nadia’s Initiative“ hinweisen, die sich für die Überlebenden des Genozids einsetzt. Wir sollten den Opfern gedenken und das ihnen zugefügt Leid niemals vergessen. Zudem sollten wir uns stets vergegenwärtigen, dass es Tausende Überlebende und Gefangene gibt, die hier und heute unsere Unterstützung benötigen. Sie verdienen ein sicheres Leben in Frieden.

AGBU Germany headquartered in Berlin is the first German Chapter of the Armenian General Benevolent Union (AGBU), the world’s largest non-profit organization devoted to upholding the Armenian heritage through educational, cultural and humanitarian programs across the globe. Headquartered in New York City, AGBU has an active presence in 31 countries and 74 cities.

 

AGBU Germany was founded in 2020 in the awareness of its responsibility towards the Armenians in Germany, Armenia, Artsakh, and in the Diaspora. Inspired by the unwavering determination of its mother organization AGBU founded in 1906, and in appreciation and recognition of its continuous achievements, the Chapter fits as a German link into the ranks of international AGBU Chapters as well as into the global Armenian nation.

Paris 1925, meeting of the AGBU Central Board, seated center, Boghos Nubar. Earliest photo available of the Central Board.
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